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HOCHMITTELALTER |
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Die Entstehungsgeschichte eines MA-Namens
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Eigentlich ist "Claudine de Marne" der Name, den ich 2000 als Name für meine Darstellung einer hochmittelalterlichen Magd mir selbst gegeben habe. Ich wollte gern einen Mittealter-Namen haben und darauf einen Charakter mit Lebensgeschichte aufbauen. Außer dem Namen ist daraus jedoch nie wirklich etwas geworden. Geschrieben habe ich immer mal wieder eine Legende über Geburtsort und –tag, Wanderung und Lebenslauf; Ausgangspunkt war dabei stets Frankreich. So war Claudine de Marne später auch die Basis für meine Lebensgeschichte als Begine.
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Der Vorname Claudine hat mich schon fasziniert, als ich ihn vielleicht im Alter von acht Jahren auf einer Hörspielkassette gehört habe. Claudine ist auch der Name einer Heiligen. Im Heiligenlexikon kann man folgende Eckdaten über sie erfahren: Gelebt hat Claudine, auch genannt Maria vom heiligen Ignatius Thévenet, im 18./19. Jahrhundert in Lyon (*20. März 1774, † 3. Februar 1837). Ihr Name bedeutet „die Hinkende“. Sie wurde erst 1993 heilig gesprochen. Mehr über ihr Leben und ihr Wirken als Ordensgründerin könnt ihr hier lesen.
Ich liebe außerdem Frankreich. Ich spreche auch einigermaßen Französisch, auch wenn ich ziemlich aus der Übung bin. Ich würde sehr gerne mal längere Zeit in Frankreich verbringen. Da ich dies bisher nie selbst zustande gebracht habe, wollte ich wohl wenigstens in meinem Mittelalter-Namen die Liebe zu diesem Land zum Ausdruck bringen.
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Im Französisch-Unterricht habe ich mal ein Referat über Châlons-en-Champagne halten müssen. Die kleine Stadt in der Champagne liegt an der Marne. Dieser Fluss entspringt am Plateau von Langres und mündet in Vicennes bei Paris in die Seine. Auf ihrem 525km langen Weg durch Frankreich durchquert die Marne unter anderem die Champagne und gibt vielen Orten ihren Beinamen. Darunter eben Châlons-en-Champagne, auch bekannt unter Châlons-sur-Marne. Was lag also näher als die Herkunft meines MA-Charakters gleich im Namen zu verankern?
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Tatsächlich rufen mich aber nur wenige Leute Claudine. Weshalb ich wohl auch nicht besonders gut draufhöre. Eher ist Claudine de Marne wohl so eine Art „Markenzeichen“ geworden, das man von meiner Visitenkarte her kennt. Aber zum Glück ist mein wirklicher Geburtsname diesem hier vom Klang her ähnlich. Außerdem kommt auch mein richtiger Name, Christin, ursprünglich aus Frankreich.
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