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 PERSERIN
Quellenlage
 DARSTELLUNGEN
Wikingerin
Hochmittelalter
Perserin

QUELLENLAGE
 

Als Quellen gibt es sowohl historische Texte als auch grafische Darstellung in großer Zahl. Allerdings beziehen sich diese Quellen größtensteils auf das späte Mittelalter bzw. die frühe Renaissance (ca. 14. Jh. - 16. Jh. oder später). Es gibt mehrere Miniaturenbände, die allerdings aus dieser Zeit datieren. Daher kann man bei einer Darstellung eines Persers kaum von "Mittelalter-Reenactment" sprechen. Die Zeitstellungen werden im nahöstlichen Raum anders definiert wie in Mitteleuropa. Dazu kommt ein Abbildungsverbot von Menschen, insbesondere des Propheten Mohammend, im Zeitraum nach der Ausbreitung des muslemischen Glaubens. Deshalb fehlen besonders Aufzeichnungen in einem Zeitraum von ca. 600 Jahren (6. Jh. bis 12. Jh.). Erst im 13. Jh. wurde dieses Verbot umgangen, indem man z.B. den Propheten Mohammed mit einem Schleier vor dem Gesicht zeichnete. Dieses Verbot existiert auch heute noch (siehe Karikaturen-Streit).

Die schriftlichen Quellen enthalten wie in Europa nur weniges über das alltägliche Leben. Sie beschreiben viele gewaltsame Konflikte, Steuerabgaben etc. und ähneln damit den schriftlichen Quellen aus Europa zu dieser Zeit. Außerdem ist es extrem schwierig an die Original-Texte heranzukommen und diese dann auch noch adäquat zu übersetzen.

Meine Darstellung beruht daher auf Informationen aus verschiedenen Sammelbänden, die einem modernen Europäer in öffentlichen Bibliotheken zugänglich sind.

Besonders herausheben möchte ich jedoch die verschiedenen Miniatursammlungen, die z.B. mit der Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) vergleichbar sind.




Persische Minaturen

Baisonghors Schahnamè (um 1430)
Kalila und Dimna (1410-1420)
Mubakka Gulshan (um 1480, z. T. jünger)
Khamsè des Djami (Ende 15. Jh. - Mitte 16. Jh.)
Djami al-Tawarikh (1596)