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TRACHT AUS MÄLARENREGION |
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8.-10. Jahrhundert
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Mit dieser Darstellung hat mein Wechsel zur Wikingerzeit begonnen. Wie in meinem Curriculum Vitae erwähnt, schenke mir Ginnar 2006 zwei Perlen der Wikingerzeit zu meinem Geburtstag. Da Birka wohl der bekannteste Siedlungsort der Wikinger ist, war es für mich keine Frage, dass ich eine Darstellung entsprechend der Funde aus der Mälarenregion (Abb. 5) machen wollte.
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Da es nur wenig bildliche Darstellungen der Wikinger gibt, diente mir als Vorlage für das Nähen meiner leichten Gewandung eine Walkürendarstellung aus dem Bootsgräberfeld in Tuna, Uppland. (Abb. 6)
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Die Walküre trägt ein weites, gefälteltes Gewand mit zwei Borten, eine kurz über dem Saum, die zweite knapp unter Kniehöhe. Für die Borten wurde ein rautenförmiges Muster eingeritzt. Als Brettchenweberin wählte ich eine brettchengewebte Borte mit komplexem Muster in einer schmalen und einer breiten Variante (Abb. 7). Der Stoff ist ein dunkelblau/violetter Leinstoff (Abb. 8). Zusätzlich versah ich die Ärmel mit der breiten Borten-Variante. Obwohl die Vorlage auf ein Kleid mit Schleppe schließen lässt, entschied ich mich für ein knapp bodenlanges Gewand. Kleider mit Schleppe erweisen sich im täglichen Umgang auf Märkten bei Regen, Matsch und Schotter als unpraktisch.
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Für die Schürze wählte ich ein Gemisch aus Seide und Leinen. Es handelt sich um eine „Läppchen-Schürze“, deren Vorder- und Rückteil durch eine kurze Schnürung an der Seite zusammengehalten wird (Abb. 9). Auch wenn die „Läppchen-Schürze“ als umstritten gilt, so erscheint mir dies bei Betrachtung weiterer Walküren-Darstellungen, z.B. zweite von rechts, als durchaus vertretbar (Abb. 10).
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Ich bestickte die Schürze mit Seidengarn mit Varianten eines Schlangenmusters in Anlehnung an ein geschnitztes Pferdegeschirr aus Viborg, Dänemark im Jelling-Stil. Die Details der Muster sind meinen Stickprojekten zu sehen. Die Träger und der vordere Saum sind mit Brettchengeweben aus Seide versehen, deren Muster nachgestickt wurde (Abb. 11).
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Als Schmuck trage ich zwei bronzene Fibeln im Borrestil mit Greifftiermotiv (Abb. 12), entsprechend des Grabes 504, Birka (Original hier)
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Zwischen den Fibeln trage ich zwei Reihen mit Glasperlen aus der Mälarenregion (Abb. 13). Die grün-dominierte Reihe entspricht einem Grabfund aus Säva, Uppland.
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Außerdem trage ich eine Kette mit Silberfolienperlen, eine Replik des Birka-Grab 843A (Abb. 14).
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Die Gürtelschnalle meines Gürtel ist eine Replik aus Grab 456 (Abb. 15) (Original hier)
. In diesem Grab wurden außerdem vier amethystfarbige Glasperlen sowie zwei runde Karneolperlen gefunden, was mich zu der Zusammenstellung meiner zweiten Halskette inspirierte (Abb. 16). Sie entspricht in der Auswahl der Bergkristall- und Karneol-Perlen Funden aus Birka und Tuna.
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Tracht aus Gotland | Tracht aus Bornholm
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