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DIE WAHRHEIT ÜBER ÄGYPTISCHE DIAGONALEN |
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Was haben Ägyptische Diagonalen mit Ägypten zu tun
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Antwort: Nichts.
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Wann der Begriff der „Ägyptischen Diagonalen“ geprägt wurde, weiß ich nicht. Allerdings hat schon Lehmann-Filhés (1901) die Theorie aufgestellt, dass bereits in Alten Ägypten Brettchenweberei angewendet wurde. Denn Archäologen haben sich Statuen und Abbildungen aus der Ramses-Zeit, ca. 2000 vor Christus, angeguckt. Diese Statuen tragen „Röcke" - oder besser ausgedrückt „Lendenschurze“ - mit Gürteln mit Rauten- und Diagonalmustern. Die Idee der Archäologen war: Die müssen brettchengewebt sein. Denn man kann eben diese Muster relativ einfach mit Brettchenweben herstellen.
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Einziger Haken an dieser Annahme: Es gibt keinerlei Belege, dass die alten Ägypter Brettchenweben konnten! Und die haben ja schließlich alles an die Wände gezeichnet. Es gibt jedoch kein einziges Wandrelief oder einen Fund, der auch nur im Entferntesten erahnen lässt, dass die Ägypter in der vorchristlichen Zeit diese Technik beherrschten. Erste Belege für Brettchenweberei in Ägypten datieren, so weit ich weiß, aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Aber als man diese Feststellung traf, war alles zu spät. Der Begriff war in der Fachliteratur schon eingeprägt.
Und heute wissen deshalb alle Brettchenweber, wenn das Stichwort „Ägyptische Diagonalen“ fällt, welches Webprinzip damit gemeint ist, auch wenn es absolut nix mit Ägyptischer Weberei zu tun hat.
Hier noch ein paar Beispiel von Statuen ägyptischer Pharaonen aus der Tempelanlage von Karnak.
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 | Verschiedene Statuen, Karnak-Tempel, Luxor |  |
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Literatur: Lehmann-Filhés, M. : Über Brettchenweberei. - Berlin: Verlag von Dietrich Reimer, 1901. S. 36-38
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Sind meine Diagonalen maschinell hergestellt?
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Antwort: Nein.
Ich wurde tatsächlich mit diesem Vorwurf konfrontiert. Es war mal wieder Freienfels und ich war mit dem Korb unterwegs. Ich sprach ein gewandetes Paar an. Zielsicher griff die Frau in die teuerste Ecke meines Korbs und nahm eine Seidenborte heraus. Sie sah meinen Preis und fragte schnippisch: "Das willst du dafür haben? Das ist ja frech. Für eine Maschinenborte (gemeint war wohl eine Lurex-Borte aus dem Handel) bezahl ich bei Karstadt gerade mal ein Zehntel! Das ist nie im Leben handgewebt. So gleichmäßig kann man gar nicht weben!" Ich schluckte. Was ich erwiderte, weiß ich gar nicht mehr. Aber ich war wirklich beleidigt. Nach längerem Nachdenken musste ich das aber gar nicht sein. Meine Seidenborten sind in der Tag extrem gleichmäßig gewebt. Also ein Kompliment.
Das zeigt auch das Bild. Es handelt sich wirklich um ein und dasselbe Band. Und zwar Anfang und Ende davon. Die Abstände der Wendestellen sind über eine großen Bereich tatsächlich exakt gleich. Tschuldigung. Vielleicht sollte ich ungleichmäßiger weben...
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Stand: 03.03.2008
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