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DAS NEUES JAHRTAUSEND |
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An der Schwelle des neuen Jahrtausends steht die Brettchenweberei zwischen moderner Kunst, Replikaten und Reeanactment.
In der heutigen Zeit ist "Das Spiel der Karten" vor allem durch seine vielfältigen Varianten geprägt. Verschiedene Techniken, Materialien und Webrahmen (Abb.19 und Abb.20) haben Einzug in die Brettchenweberei gehalten. Verwebt werden heute alle möglichen Kunstfasern, Seide, Schurwolle, Baumwolle und Leinengarn, aber auch z.B. Draht. Die Brettchen sind heute vornehmlich aus dünner Pappe - oder selbstgebastelt aus Spielkarten (Abb. 21).
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Im Folgenden sollen einige Beispiel moderner Brettchenweberei vorgestellt werden:
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Neben dem Experimentieren mit Mustern, Materialien und Techniken versuchen viele Brettchenweber historische Bänder nachzuempfinden. Ein beeindruckendes Beispiel ist sicher die Replik der Manipel von St. Ulrich (Augsburg), die von Heidi Stolte gewebt wurde. Abb. 29 und 30 zeigen dieses aufwendiges Werk mit Goldbroschierungen in Köperstruktur und Double-Face in der Ausstellung "Europas Mitte um 1000".
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All diese Beispiele zeigen, dass die Faszination Brettchenweberei nicht nur durch die Schönheit ihrer Produkte gekennzeichnet ist, sondern durch den Gegensatz einer modernen Kunstform und den Rückblick auf das Können der Weber vergangener Jahrhunderte - ja Jahrtausende.
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Die Wiederentdeckung | Literaturliste
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