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Von der Faser zum Faden

Spinnen ist eigentlich ganz einfach. Das sage ich jedenfalls allen Leute, die mich fragen, wie man aus einem Bausch Schafswolle einen solch dünnen und gleichmäßigen Faden machen kann. Hier verrate ich nun erst mal meinen Trick.

Üben, üben und nochmals üben!




 

Die Wollfasern haben kleine Widerhaken, welche sich miteinander beim Spinnen verhaken. Ein reines Verhaken würde den Faden aber noch nicht zugstabil mache. Erst eine starke Verdrehung der Fasern ermöglicht dies. Die Spindel übernimmt diese Arbeit des Verdrehens.




 

Wollfasern im Rasterelektronenmikroskop und Schemazeichnung

 

Aber wie geht das jetzt wirklich?

Der Wollbusch wird in der Handfläche geborgen und mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger das Gespinnstdreieck gebildet, in dem man die einzelenen Fasern sehen kann. Während sich die Spindel dreht zieht man immer wieder Fasern aus dem Gespinnstdreieck heraus, welche durch die Spindel verdreht werden.




 

Gespinnstdreieck zwischen Daumen und Zeigefinger

 

Ablauf des Handspinnens in vier Schritten 




 

Der fertige Faden muss dann auf die Spindel gewickelt werden. Beim Spinnrad übernimmt diese Arbeit die Spule, die sich automatisch mitdreht.

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