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TAG 6: ARROWTOWN |
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Arrowtown ist eine alte Goldgräberstadt, ganz in der Nähe von Queenstown. Die kleine Stadt legt großen Wert darauf, dass ihr historisches Erscheinungsbild aus den 60er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts erhalten bleibt, auch wenn es mittlerweile viele Reiche aus Queenstown hierher zieht.
Die Geschichte von Arrowtown beginnt wie in jeder Goldgräberstadt mit dem Fund eines Nuggets. Binnen Wochen nach dem Fund wurde Arrowtown zu einer Boomtown. Zum Höhepunkt des Goldrausches lebten hier 7.000 Menschen. Alles über den Goldrausch kann man in dem süßen kleinen Museum lernen. In der ehemaligen Bank of New Zealand ist auch die Touristeninformation untergebracht, die viel Zeit und Energie einsetzt, um die alten Häuser zu restaurieren und die Stadt für den Tourismus zu konservieren. Dort kann man sich auch Schalen ausleihen und selbst im Arrowriver Gold schürfen gehen. Ich verzichtete...
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Das Chinese Settlement
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Konserviert worden ist auch das "Chinese Settlement", wo die Chinesen während des Goldrausches lebten. Während in der Stadt feste Häuser gebaut wurden, mussten sich die Chinesen außerhalb der Stadt mit Lehm- und Holzhütten zufrieden geben. Gleich am Beginn des Settlements steht ein sehr wichtiges Bauwerk: die Toilette. Etwas oberhalb davon steht das einzige Steinhaus. Es war Bank, Kneipe und Lebensmittelladen zugleich. Einen Eindruck von den erbärmlichen Verhältnissen, unter denen die Chinesen in Arrwotown siedelten, kann man in meiner Galerie bekommen.
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Einer meiner schönsten Tage
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Ich kam nach Arrowtown mit dem Shuttlebus, der zweimal täglich zwischen Arrowtown und Queenstown verkehrt. Weder S. noch J. hatten Zeit und Lust, mich die Viertelstunde zu fahren. Aber selbst ist die Frau.
Es war ein herrlicher Sonnentag. Im Vergleich zu den letzten regnerischen und verschneiten Tagen gerade zu warm. An der Touristen-Info holte ich mir erst mal einen Stadtplan. Bevor ich mich raus in den Sonnenschein wagte, erkundete ich jedoch gleich das Museum.
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Wieder ein Track
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Der Shuttlebus gewährt einem einen rund 5 Stunden langen Aufenthalt in Arrowtown, zu lange, um nur das Chinese Settlement und die historischen Gebäude anzugucken; aber lang genug einen Track zu laufen. Offensichtlich hatte ich vom Ben Lomond Track nichts dazugelernt.
Ich lief also den Tobins Track. Der war angeküdigt als "moderat", also nicht steil und ohne Kletterpartie. Der Tobins Track war von gewissen "Tobin" alleine in vielen Jahren gebaut worden. Er wollte das Plateau oberhalb von Arrowtown für die Schafszucht erschließen. Er hat es geschafft. Heute ist der Track ein breiter Feldweg, von dessen Ende man eine tolle Aussicht über Arrowtown bis hinaus nach Queenstown und den Lake Wakatipu hat. DEr Track sollte in einer Stunde zu schaffen sein (hoch und runter). Und eigentlich hatte die Touristen-Info auch recht, wenn man den Weg von dort zu dessen Beginn abzieht. Am Arrowriver entlang ging ich dort hin. Der von Bäumen gesäumte Fußweg lut zum Fotografieren ein. Erst im Nachhinein merkte ich, dass ich dabei eine Herr der Ringe-Location fotografiert hatte.
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Nun, eine Stunde Fußweg und "moderat" war - wie immer - von den Neuseeländern etwas ungenau definiert. Bis zu Kuppe brauchte ich fast 50 Minuten, weil ich sehr oft Pause machen musste. Ich empfand ihn nämlich als steil. Der Track lag außerdem in der prallen Sonne und jedes Mal, wenn wieder ein Baum Schatten warf, blieb ich kurz stehen. Aber dennoch lohnte sich die Schinderei. Die Aussicht war wirklich toll!
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Begegnung auf dem Friedhof
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Glücklich verschwitzt wieder zurück machte ich am Arrowriver Pause. Frisch gestärkt schaute ich mir dann das Chinese Settlement an, wo ich sehr viel fotografierte. Auf dem Weg zum Friedhof hatte ich eine tolle Begegnung mit einer Engländerin, die mir noch ein paar Tipps gab, was es sonst noch alles zu sehen gab. Mit ihr habe ich fast eine halbe Stunde gequatscht, was wirklich sehr schön war, weil ich mir ein bisschen meine Wut über J. und S. von der Seele reden konnte. Ich klapperte dann noch die alten Häuser ab, bis zum Bus musste.
Ich hab diesen Tag wirklich sehr genossen. So hatte ich mir meinen Urlaub in Queenstown schon eher vorgestellt.
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Alle Bilder von diesem Tag seht ihr hier.
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Tag 5: Ben Lomond Track | Tag 8: Eine Fahrt ins Paradies
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