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TAG 9: CATLINS COAST
 

Um nach Dunedin zu kommen, hatte ich mir etwas Besonders ausgesucht. Statt den einfachen Überlandbus zu nehmen, buchte ich einen Tripp an der Catlins Coast entlang. Und ich habe es nicht bereut. Bis Invercargill saß ich noch in einem normalen Bus und da ich die Gegend ja jetzt schon mal ein paar gesehen hatte, fand ich es nicht mehr so interessant. An der Pyramide in Invercargill stieg ich in einem VW-Bus um. Nur 1 weiterer Passagier war an Bord. Ich mochte diese kleinen - fast privaten - Tripps. Und so gleich ging es los in das vergessene Naturparadies.




 

Die Catlins Coast war früher mäßig besiedelt. Wie überall in Neuseeland wurden hier Schafe gezüchtet. Aber handelt es sich wohl um das unwirtliches Land. Die Küste ist zerklüftet, der Wind peischt einem ständig ins Gesicht. Als der Eisenbahnverkehr, der einerseits Güter des täglichen Lebens an die Coast brachte und Holz mitnahm, eingestellt wurde, wanderten viele Land- und Holzwirte ab. Zurück blieben verfallene Landhäuser und teilweise unberührte Natur. Heute steht fast alles hier unter Naturschutz. Viele einheimische Bäume sind vor der weiteren Abholzung bewahrt wurde. An der Küste brüten Penguine und paaren sich Seelöwe. Es gibt auf einem Streifen und ca. 100 km einen Campingsplatz, wo man in aufgewühlten sogar baden kann und eine Jugendherberge. Das hier ist ein Gebiet für Leute, die die Einsamkeit und das Abenteuer suchen. Nun, einsam war ich, das Abenteuer konnte also kommen. Aber bitte unter kontrollierten Bedingungen.




 

Am Waipapa Point

Unserer Fahrer und Führer entpuppte sich als abslouter Glücksgriff. Er war ununterbrochen am Erklären, selbst eingefleischter Naturschützer und fuhr diese Tour schon seit Jahren.

Die erste Station war Waipapa Point. Hier konnten wir junge Seelöwen beobachten. Unser Führer ließ uns auf ca. 10 m an die Tiere herangehen und packte uns dann an den Kapuzen. Ich weiß nicht, wie lange wir dort gestanden haben. Das Meer war unglaublich laut, so dass ich die Zeit vergaß. Aber ich hab nicht vergessen, ganz viele Bilder zu machen. Wieder im Bus erzählte unser Fahrer uns von dem schweren Schiffsunglück, dass hier passiert war. Seitdem steht an Waipapa Point ein Leuchtturm.




 

An der Curio Bay

Weiter ging es zur Curio Bay. Hier kann man bei Ebbe einen versteinerten Wald durchwandern. Leider war Flut und wir wollten gerade umdrehen, als meine Mitreisenden die Yellow Eyed Penguins entdeckte. Ein Altvogel und zwei Juvenile. Und so standen wir und beobachteten sie eine Weile.




 

Am Nugget Point

Und weiter zur nächsten Station. Ein kurzer Spaziergang, ein weitere Aussichtspunkt. Jede Aussicht überwältigend schön. In der Purpois Bay hätten wir gute Chancen auf Delfine gehabt, leider war das Meer aber zu aufgewühlt. An Tautuka Beach machten wir Mittagspause. Hier stellte unser Fahrer leider fest, dass er vergessen hatte, einen weiteren Passagier einzusammeln. Wir entschieden uns mit zurück zu fahren. So konnten wir die Aussichten ein zweites Mal genießen. Dann kamen wir zu Long Point und zum Abschluss zu Nugget Point. Hier gibt es eine große Seal-Kolonie (Seehunde). Nugget Point heißt diese Felsenlandschaft deshalb, weil im Sonnenuntergang die runden Felsen golden leuchten, wie Nuggets eben. Nach Nugget Point ging es wieder auf eine normale Straße und auf Dunedin zu.

Es habe von diesem Tripp so viele Erinnerungen und Fotos, dass ich das alles gar nicht schreiben kann. So reich war dieser Tag, dass ich ihn hoffentlich nicht vergessen werde.

Um einen Eindruck von der wilden Schönheit zu bekomen, gibt es hier Bilder.




 
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