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CHRISTCHURCH UND LINCOLN |
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The Garden City
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Christchurch ist mit ca. 350.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Neuseelands und die größte auf der Südinsel. Sie liegt an der Ostküste der Südinsel, ziemlich in der Mitte. Die Banks Peninsula nimmt Christchurch komplett ein. Das Gebiet ist wirklich groß, was daran liegt, dass es in Christchurch - im Gegensatz zu Auckland und Wellington - keine Hochhäuser gibt. Christchurch gilt als "englischste Stadt" Neuseelands. Dies zeigt sich auch in der Architektur, armt sie doch die Hochgotik Englands sehr gut nach. Solche "New Gothic" sieht man am Besten am Art Center und am Museum. Den Beinamen "Garden City" verdankt Christchurch einem guten Marketing-Team und seiner Vielzahl von Gärten und Parks sowie dem großen Botanischen Garten.
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Über die Stadtgeschichte, ihrer Wirtschaft und ihr Klima brauche ich hier nichts zu schreiben. Wer sich darüber informieren will, der schaut bitte bei Wikipedia oder auf der Homepage von Christchurch selbst nach.
Denn ich habe diese Stadt sowohl touristisch erkundet als auch von täglichen Leben her kennengelernt. Und davon will ich hier schreiben.
Bilder von Stadt könnt ihr euch schon mal hier angucken. Mehr Text folgt demnächst.
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Lincoln, ein Nest in Canterbury
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Lincoln war fast sechs Monate in Neuseeland mein Standpunkt. Lincoln ist ein kleines Nest in den Canterbury Plains, ca. 20 km südwestlich von Christchurch. Obwohl nur ca. 2.000 "feste" Einwohner leben hier doch im Semester viele Asiaten und Europäer, denn Lincoln hat eine eigne Universität.
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Bestand dieses "Dorf" (im Neuseeländisch nennt sich Lincoln großspurig "Stadt") früher aus wunderbar geometrisch geplanten Straßen, hat sich der Stadtplan inzwischen um ein paar Viertel erweitert. Denn es zieht viele Städter in die umliegenden Dörfer. So entstand in der Zeit, als ich dort war, gerade ein neues Baugebiet und in Ryelands wurde noch fleißig gebaut. Das Bild zeigt wunderbar wie sich der Stadtplan verändert hat. Links: Die alte Karte, rechts: der aktuelle Stadtplan (Stand: 2005)
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Ansonsten hat Lincoln touristisch nicht viel zu bieten. Ja, die Gebäude der Universität sind sehenswert und ein paar Pionierhäuser stehen noch. Trotzdem hat das Dorf alles, was man zum Leben braucht: einen kleinen Supermarkt, eine "Dairy" (eigentlich heißt das übersetzt "Milchgeschäft", aber der Neuseeländer versteht darunter einen Kiosk, der Lebensmittel und Zeitschriften verkauft und fast rund um die Uhr geöffnet hat), eine Bank, eine Videothek, eine Bibliothek, einen kleinen Heimwerkermarkt, eine Apotheke mit Drogerie. Und natürlich vier Kirchen. Also, wirklich alles, was man so braucht.
Ich hab zusammen mit einem Kollegen in einem kleinen Häuschen in der Douglas Street, einer Sackgasse, gewohnt. Mein Zimmer lag über der Garage und war sehr groß. Dankenswerterweise war es mit einem Bett, einem Schrank, zwei Tischen und dem hässlichsten Sofa möbliert, was ich jemals gesehen habe. Trotz Einglasfenster und fehlender Dachisolierung war dort die sechs Monate echt glücklich.
Hier ein paar Auszüge aus meinen Tagebuch über mein Domizil. Die Bilder von Lincoln sind hier zu finden.
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Wed, 17/11/04
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[...] Gestern nach er Arbeit habe ich meinen Koffer in die Wohnung gebracht. Das erste, was mir auffiel: Das Haus war warm! Nein, keine Heizung, sehr schlechte Isolierung! Das wird im Sommer ein Spaß. Egal, im Moment ist das sehr positiv. Das Zimmer sitzt in der Tat über der Garage. Es trohnt dort wie ein Türmchen. Die Treppe ist eng und mit Teppich belegt. Das Zimmer ist größer als ich dachte. Das Bett ist wirklich nicht der Brüller. Dann gibt es einen Couch, einen kleine Kommode, einen in die Wand eingebauten Schr3ank (ich benutze nur eine Seite) und zwei Tische. Einer als Schreibtisch. Auf den anderen werde ich wohl einen Fernseher stellen. Was mir wirklich fehlt ist ein Nachttischchen. Ich werde Bücher, Wecker und Taschentücher wohl aufs Sofa legen. [...] Die Tische sind so dreckig! [...] In der Küche ist soweit alles vorhanden. Nur ein Regalbrett für mein Zeug und Platz im Kühlschrank vermisse ich auch.
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Sun, 21/11/04
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Mittlerweile habe ich mir ein bisschen Platz im Kühlschrank erkämpft. [...] Ich mag mein Zimmer, auch wenn es keine Rollläden hat und die Fenster schmutzig sind. Vielleicht bekomme ich nächste Woche den Rappel und mache mal gründlich sauber. Ich würde gern ein bisschen Luft reinlassen. Aber draußen ist es so windig, dass die Zimmertür ausreißt. [...] Ich hab einen Schreibtisch, zwei um genau zu sein, einen für den Computer, all meine Unterlagen, ein Bett und ein Sofa. Das ist mehr, als das, was ich in meinem Zimmer zu Hause so rum steht. Ab nächste Woche habe ich dann (hoffe ich) einen Fernseher mit drei Programmen. Das, was ich wirklich vermisse, ist meine Stereoanlage.
Ich habe heute versucht, lange zu schlafen. Ab 7 Uhr war ich nur noch am Dösen. Es ist einfach zu hell! [...] Ich hab mir eine Decke über die Augen gezogen. [...] Die Nacht war unruhig. Gegen halb 5 hab ich ein ständiges Klopfen gehört, wie wenn eine Armee im Gleichschritt am Haus vorbeimarschieren würde. Ich hab nicht rausgekriegt, was das war. [...]
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Tue 22/11/04
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[...] - Das Geheimnis des Soldatenmarsches enthüllt [...] - Ein neues Sofa - Ein neuer Fernseher
[...] Heute hab ich einen den Fernseher gekriegt. Es ist eine Leihgabe von R. [...]. Bei der Gelegenheit hab ich das Zimmer umdekoriert. Mich hat dieses schwarze Sofa mit den rosa Blüten so gestört. Über die Sommerdecke auf dem Bett hab ich eine orange drübergelegt. Nicht wegen des scheußlichen Musters, sondern weger der Kälte. Die Farbe passt jetzt aber gut zu den Vorhängen. Ich hab oben im Schrank eh mal gucken wollen, was da noch drin ist. Ich fand noch zwei beige und eine orange Decke. Die eine beige dient jetzt als Überwurf fürs Sofa. Mein Schal hab ich über das eine Ende drappiert. Mein kleines Kissen sitzt in der Mitte. Ich nutze weder das Kissen noch das Sofa. Okay, das Sofa ist mein Nachttisch, sonst ist es mehr Ablage. Der Fernseher funktioniert. 5 Programm oder so, einfach mit Zimmerantenne. [...]
Ich hab vom nächtlichen Aufmarsch der Soldaten geschrieben. Heute waren sie wieder da. Die Regenrinne tropft aufs Wellblecht. Das ist es. Kann ziemlich nervig sein. Ich hoffe, es bleibt nachts weitgehend trocken. [...]
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Tag 14: Mount Cook und Hooker Valley Track
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