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ENDE VON TAG 12: EIN BITTERER RAUSSCHMISS |
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Eine Rückkehr mit einer Überraschung
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Als ich frohen Mutes unten in der Stadt aus dem Bus stieg, spukte mir nur eine Frage im Kopf rum. „Wie komme ich bloß nach Fernhill rauf?“ Den Bus dort hoch hatte ich verpasst. Also: Laufen! Doch das war mir bald zu blöd und zu anstrengend, denn es geht ca. 2 km steil den Berg rauf. Deshalb: Daumen raus und trampen. Funktioniert in Neuseeland immer. Und ich wurde tatsächlich eingesammelt und vor die Haustür gefahren. Kiwis sind einfach toll.
Jetzt setzte das nächste Bedürfnis ein: Hunger! Hoffentlich gab es was zu essen. Ich schloss also die Tür auf, dankenwerter Weise hatte ich ja einen Schlüssel. Ich ging nach oben in die Wohnküche und wollte meinen Rucksack aus/umpacken. Meinen großen Trekkingrucksack hatte ich ja bei J. gelassen. Und dieser war zu meiner Überraschung nicht an seinem Platz. Ich suchte, denn es hätte ja sein können, dass jemand in zur Seite gestellt hat. Nein, er war nicht mehr da. Tatsache: Mein Gepäck war weg!
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My welcome was over!
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Jetzt wurde ich langsam panisch. Da kam S. die Tür rein und fragte mich vorwurfsvoll, was ich hier denn wollte. Ich war ziemlcih vor den Kopf gestoßen und meinte, dass wir doch vereinbart hätten, dass J. mich morgen an der West Coast mit nach Picton nähm. Davon wüsste S. nichts. J. hätte eben gerade angerufen und ihn angewiesen mein Gepäck in die Discovery Lounge zu bringen und mir dort ein Zimmer zu buchen. Mein Aufenthalt hier sei vorbei. Ich sollte ihm doch jetzt den Schlüssel aushändigen. Ich wüsste ja, wo die Tür sei. Ein anderes Wort als „verdattert“ für meine Empfindung in diesem Moment, fällt mir nicht ein. Ich löste also den Haustür von meinem Schlüsselbund, warf mir den Rucksack wieder über die Schulter und ging aus dem Haus.
Diesmal trampte ich nicht. Ich wusste nicht, wo diese Discovery Lounge war, noch was eben gerade passiert war. Ich stand da, ohne mein Gepäck, ohne irgendwas. Zum Glück lag die Discovery Lounge an der Hauptstraße. Total verzweifelt ging ich an die Rezeption und nahm erst mal mein Gepäck entgegen. Natürlich blieb ich die Nacht dort. Wo sollte ich denn sonst hin? Mir ein neues Hostel suchen? Nein, ich zahlte das Zimmer. Die schlechteste Entscheidung meines Lebens. $29 für ein gemischtes 10-Bett-Zimmer. So schlecht bin ich auf meiner ganzen Reise nicht abgestiegen. Ich ging also ins Zimmer. Ein absolutes Chaos fand ich vor. Es war voll gelegt und winzig. Unter uns dröhnte die Disco. Zwei Leute waren im Zimmer, sie sprachen mich an, was denn mit mir los sei. Ich muss wohl ziemlich mies ausgesehen haben. Sofort kullerten mir die Tränen die Wangen runter. Es waren zwei Engländer. Nachdem ich ihnen mein Herz ausgeschüttet hatte, machte ich mir Notfall-Essen in der Küche. Ich ging früh ins Bett, aber die Disco röhrte die ganze Nacht und es war die schlimmste Nacht, die ich je einem Hostel erlebt hatte.
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Neuer Mut und ein alter Plan
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Am nächsten Morgen – total gerädert – fasste ich neuen Mut. Ich buchte mir einen Bus für Twizel und nahm damit meinen ursprünglichen Plan wieder auf, Mount Cook zu besuchen. Ich drückte mich den Morgen noch in Queenstown in Internet-Cafés rum, bis ich gegen Nachmittag endlich den Bus gen Norden nahm.
Was bleibt zu Queenstown noch zu sagen...
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Ein kleines bitteres Fazit
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Dies ist ein Fazit über das Capitel of the World ... und Deutsche
Queenstown ist wirklich eine faszinierende Stadt. Ich habe dort schön Sachen erlebt. Aber es ist nicht meine Stadt. Ich bin niemand, der so viel Action braucht, deshalb war ich dort wohl fehl am Platz.
Vielleicht werden meine Erinnerungen aber auch dadurch überschattet, dass ich leider nicht immer Glück gehabt habe. Ich habe viele Leute getroffen. Und nie haben mich Neuseeländer oder andere Touristen enttäuscht. Nein, es waren Deutsche. Deutsche, die ihre Versprechen nicht hielten; Deutsche, die unfreundlich waren. Zwar war der Tripp über die Nevis Road wirklich aufregend, aber die schönsten Erlebnisse rund um Queenstown waren doch wohl die, die nichts mit J. oder S. zu tun hatten. Und ich habe nichts von der Westküste gesehen, was ich eigentlich immer fest eingeplant hatte. Das heißt aber auch, dass ich eines Tages nochmals nach Neuseeland muss. Mir fehlt die West Coast auf meiner Liste! Dann aber wohl wieder auf eigene Faust, ohne „deutsche Hilfe“!
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Tag 10 - 12: Dunedin | Tag 13: Twizel
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