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NEUSEELAND |
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Weihnachten im Sommer
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Ich habe lange nach einer passenden Überschrift für dieses halbe Jahr gesucht.
Neuseeland – Ein Winter, der ein Sommer war Neuseeland – Ein halbes Jahr als Gastwissenschaftler
Irgendwie traf es das alles nicht. Aber dann fiel mir eine Kinder-Geschichte mit der Überschrift „Weihnachten im Sommer“ ein. Und genau das war es: Weihnachten im Sommer. Dieses Weihnachten war das verrückteste, was ich jemals erlebt habe. Und es war der kälteste Sommer, den Neuseeland in 50 Jahren erlebt hatte.
Aber wie kam das eigentlich, dass es mich in das Land verschlug, das viele als das Land ihrer Träume betrachten oder das Land des Herrn der Ringe?
Die Geschichte ist schnell erzählt. Sie beginnt wie so viele Geschichten im Leben mit einem besonderen Menschen und in meinem Fall hieß der Christoph. Christoph war der Betreuer meines Projektpraktikums an der Uni, das ich als Vorbereitung auf meine Diplom-Arbeit Anfang 2004 im Institut für Pflanzenökologie macht. Er hatte bereits im Sommer 2003 einen Antrag auf Froschungsgelder gestellt, weil er gern eine Kooperation mit seinem alten Institut in Neuseeland aufbauen wollte. Er selbst hatte dort seinen Doktor gemacht. Und er wollte mich mit meiner Diplom-Arbeit dort hinschicken. Leider wurde der Antrag abgelehnt, dann erneut eingereicht, und wieder abgelehnt. All meine Hoffnungen starben an Ostern 2004. Doch nach der endgültigen Ablehnung rief Christoph in Neuseeland an und suchte nach anderen Möglichkeiten, mich dort ans Institut zu schicken. Und tada! Ende Mai hatte ich mein Flug-Ticket in der Hand! Eine Einladung als „Gastwissenschaftler“. Die Neuseeländer hatten sich wegen der gewünschten Flugdaten etwas gewundert. Abflug sollte am 08.11.2004 und Rückflug am 23.04.2005 sein. Mein Visum ging aber über 6 Monate. Und alle fragten sich, warum ich denn schon zwei Wochen vor dessen Ablauf zurück wollte. Ganz einfach: Hinflug sollte 4 Tage nach der Ring*Con, Rückflug 4 Tage vor Freienfels sein!
Und so ging es nach meinen bestandenen Diplom-Prüfung los. Ich flog. Mit 25 kg Gepäck. 35 Stunden unterwegs. Verschlafen und gerädert kam ich also am 08.11.2004 (Zeitverschiebung!) in Christchurch an.
Was ich dort alles erlebt habe, kann ich hier nicht schreiben. Meine Erinnerungen sind nach wie vor so reich, dass ich damit eine ganze Homepage füllen könnte. Ich möchte allen, die es interessiert, aber von drei Aspekten erzählen. Mein Leben dort unten. Ja, das ganz normale Leben. Einkaufen, Busfahren, Linksverkehr. Aber auch von meiner 4wöchgigen Reise möchte ich erzählen, als Backpacker und als Herr der Ringe-Fan. Ein wenig werdet ihr in allen drei Berichten von lieben Menschen erfahren, vielleicht auch von bösen. Und tolle Bilder gibt es auf jeden Fall. Am Ende findet ihr meine Galerie. Eine kleine Auswahl der insgesamt ca. 1200 Bildern. Bitte, zögert nicht, wenn euch was gefällt, euch davon etwas runterzuladen. Ich freu mich auch über eine kleine Nachricht.
Zum Schluss möchte ich euch allen etwas mit auf den Weg geben, was ich dort unten gelernt habe. Es ist ein Ausdruck der Maori: „He aha te mea nui i tenei Ao? He tangata, he tangata, he tangata.“ „What is the most important thing in the world? It is people, it is people, it is people.“
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